Kurze Pause, Vaterfreuden!

Theo G.Da liegt er nun auf deiner Brust. Das kleine Paket. Das pfirsichgroße Herz schlägt im Stakkato. Die Augen sind geschlossen, der kleine Körper ist warm und weich. Es gibt Momente, die sind nur schwer mit Worten zu beschreiben. Dies ist so ein Moment. Am 21. April ist unser Sohn Theo auf die Welt gekommen. Das heute fast bis zum Überdruß mißbrauchte Wort “Wunder” ist an dieser Stelle die passende Beschreibung für so ein unvergessliches Ereignis. Wer bereits das Glück hatte, eine unkomplizierte Geburt seines ersten Kindes samt einsamer, in trauter Dreisamkeit verbrachter, stressfreier und genußvoller Stunden erleben zu dürfen, der weiß, wovon ich schreibe. Allen Vätern wünsche ich an dieser Stelle viel Zeit mit ihren Kindern. Meine Frau und ich genießen diese – für uns neue – Zeit noch ein wenig. Wer weiß, wie viel Abenteuerlust und Freiheitsdrang in Theo steckt. Aber egal, was noch passiert. Willkommen, Theo! Ich hab dich lieb. Schön, dass es dich gibt!

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Auftritte in der Presse, SEO sei Dank!

Ausschnitt aus das neue Burda Verlag Hamburg Kurs Münster Social Media

Ausriss aus "das neue" Ausgabe 19_2012 Burda Verlag Hamburg

Ich bin kein Digital Native. Ich bin vor 1980 geboren und habe das so genannte World Wide Web NICHT mit der Muttermilch aufgesogen. Ich kenne noch die Zeit vor der digitalen Wende. Für meine erste Recherche benötigte ich ein Telefon und ein Telefonbuch. Ich bin ein Digital Immigrant. So werden die “Was-mit-Medien”- und sonstigen Internet-affinen Menschen genannt, die noch wissen, was ein Telefon mit Wählscheibe ist. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Digital Immigrants weiß ich, was SEO ist. SEO ist zum einen ein Kürzel für einen Flughafen in der Elfenbeinküste, SEO steht für “Sondereinheit für Observation”, also für eine Polizei-Einheit und viel wichtiger noch… – und für die meisten Digital Natives sicherlich die einzige Übersetzung – SEO bedeutet Search Engine Optimization.

Um die Platzierung der eigenen Produkte, Dienstleistungen oder sonstigen Angebote bei den großen Suchmaschinen zu verbessern, sprich, auf den ersten Seiten zu stehen, unternehmen Firmen eine ganze Menge. In diesem Fall ist zu Deutsch von “Suchmaschinenoptimierung” die Rede, eben von SEO. Wer die Tricks und Kniffe von SEO beherrscht, der steht nicht in der zweiten, der steht oft in der ersten Reihe. Aus diesem Grund habe ich mich besonders über die erfolgreiche Recherche einer jungen Redakteurin vom Burda Verlag aus Hamburg gefreut, die erst einmal für ihren Artikel mit der Eingabe der Suchbegriffe bei einer großen Suchmaschine begonnen hat. Dadurch hat sie mein Angebot gefunden. Denn für ihren Artikel über “Social Media für Senioren” brauchte sie Kursteilnehmer. Und bei der Eingabe der Begriffe “Senioren+Social+Media+Kurs” stehe ich meistens mit meinen Angeboten auf den ersten Seiten der Suchmaschinen.

Im Anschluss daran hat die Redakteurin vom Burda-Verlag einen Termin mit der benannten Einrichtung gemacht, ist wenig später von Hamburg nach Münster gefahren und hat über meine Arbeit einen schönen Artikel geschrieben. Hätte die nette Frau Moser ein Telefonbuch zur Hand gehabt und ein paar öffentliche Bildungseinrichtungen in Hamburg angerufen, hätte sie für ihren Artikel vielleicht nicht nach Münster fahren müssen. Frau Moser ist übrigens Jahrgang 1979. Ist man da schon ein Digital Native? Wie auch immer, danke, Frau Moser, für ihre Recherche und für ihren netten Artikel! 185.000 LeserInnen kennen nun meinen Namen, SEO sei Dank!

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Erfolgreicher Fachtag “Senioren im Netz”

Fachtag Senioren im Netz

Photo C. Gertz

Über 60 Prozent der 50- bis 69-jährigen Internetteilnehmer nutzen (laut Bitkom, Bundesverband für Informationswissenschaft und neue Medien e.V.) heute bereits soziale Netzwerke wie zum Beispiel Facebook oder Stayfriends. Die Arbeit am und mit dem Computer nimmt drastisch zu. Stärker als in jeder anderen Altersgruppe. Um für die so genannten “Best Ager”, wie die Generation über 50 heute gern genannt wird, weitere Hemmschwellen oder Sorgen abzubauen, bieten zahlreiche öffentliche Bildungseinrichtungen die unterschiedlichsten Kurse zu diversen Themen rund um das Thema Web 2.0 an. Eine der aktivsten Städte des Landes in dieser Hinsicht ist Münster. Grund genug, auch für beispielsweise die Evangelische Familien-Bildungsstätte, einen Fachtag anzubieten, auf dem nicht nur das neue Seniorenportal für Münster vorgestellt wurde, sondern bei dem es auch um die Themen Gefahren, Online-Banking und Social Media ging. Dieser Fachtag fand am 21. April statt. Als Dozent durfte ich im Auftrag der Volkshochschule Münster drei Kurse zum Thema “Social Media” geben und möchte mich an dieser Stelle für die rege Teilnahme, die zahlreichen Fragen und die vielen neuen Kontakte bedanken. Danke schön!

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Der Innenminister und die “Bild”-Zeitung

Screenshot Bildblog Muslim StudieNoch eine Politiker-Dimission? Bloß nicht! Bitte nicht noch einen weiteren Politiker-Skandal à la Wulff. Kein Politiker will es sich kurz vor den Wahlen mit den Medien verscherzen. Und erst recht nicht mit Deutschlands größter Tageszeitung. Also werden Informationen vorab lanciert. Und auf Nachfrage wird dieser Vorgang dementiert. “Wulffen” nennt man so etwas auf dem Schulhof. Ein Skandal! So geschehen Anfang März. Die “Bild”-Zeitung hatte die Ergebnisse einer differenzierten Untersuchung über Einstellungen von Muslimen in Deutschland so verfälscht (siehe Ausschnitt), dass sich mit ihnen Schlagzeilen und Agenturmeldungen generieren ließen. Der federführende Autor der Studie, Wolfgang Frindte, war entsetzt. “Bild” hatte die Studie offenbar vorab erhalten. Die Frage war nur, von wem. In einem Interview mit der engagierten Journalistin Marietta Slomka verneinte Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), einer Tageszeitung die Informationen vorab zugespielt zu haben. Wie sich heute herausstellte, hatte er damit die Unwahrheit gesagt. Auf eine Anfrage der Links-Partei musste das Ministerium jetzt einräumen, dass die “Bild”-Zeitung von der Pressestelle vorab ein Vorabexemplar der Studie erhalten hatte, angeblich zur Vorbereitung eines Interviews mit dem Minister. Derzeit zieht im Internet ein “Shitstorm” (ZEIT online, Focus online) über das Innenministerium hinweg. Dementis, Unwahrheiten, Angst vor Tageszeitungen…, in was für einem Land lebe ich eigentlich?

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Kinderidylle, Arbeitswelt, Spreewald – Meine Filme vom Wochenende #15 2012

Szenenbilder aus Krieg der Knoepfe Work Hard Play Hard Le Havre Polizeiruf 110Abwechslungsreicher kann Kino kaum sein. Ein Ausflug in den Süden Frankreichs des Jahres 1944 und später ein Rundgang durch die Büros und Kaffee-Ecken einiger Hamburger Firmen und Agenturen. Dazu am nächsten Tag ein Blick in ein französisches Hafenidyll auf einer Großbildleinwand und am nächsten Abend die Reise in den Spreewald im TV. Aber der Reihe nach. Die gedankliche Odyssee startete mit Christophe Barratier („Die Kinder des Monsieur Matthieu“) und seinem “Krieg der Knöpfe“. Die x-te Verfilmung des Kinderbuches von Louis Pergaud hat mich nicht wirklich überzeugen können. Die Geschichte zweier Kinderbanden aus den Dörfern Velrans und Longeverde wurde von 1912 (Originalgeschichte) in das Jahr 1944 verpflanzt. Aber trotz der großartigen Darsteller (ja, auch Laetitia Casta !) sind die Bedrohungen durch den Krieg zu schwach und die Abenteuer der Kinder zu holprig inszeniert. Inhalt und Kritik in wenigen Wörtern, hier.

Noch am selben Tag ging es von der südfranzöischen Landidylle in die fast klinisch kalt wirkenden Büros und Empfangshallen einiger Hamburger Konzerne und Agenturen. Mit ruhiger, fast gelangweilter Kamera unternimmt Filmemacherin Carmen Losmann in “Work Hard, Play Hard” “eine Reise durch die postindustriellen Werkstätten der Wissens- und Dienstleistungsarbeit, die als unsere Arbeitswelt von morgen gelten.” Ihr kommentarloser Blick fördert – fast im Vorbeigehen – Erschreckendes zu Tage. Carmen Losmann ist mit ihrer Direct Cinema Doku eine sehr sehenswerte, teilweise erheiternde, vor allem aber erhellend ehrliche Bestandsaufnahme der heutigen Arbeitswelt gelungen. Eine Welt, in der “die Ressource Mensch” in den Mittelpunkt rücken soll. Die sich nach dem Kinobesuch aber niemand wünschen dürfte. Zumindest nicht in dieser – oder in einem der im Film vorgestellten Unternehmen – beschäftigt zu sein. Klasse! Meine Kurzkritik dazu hier.

Aus Hamburg ging es am nächsten Tag an die französische Atlantikküste. Ein Freund lud zu einem gemeinsamen Filmabend. Er hatte sich “Le Havre” von Aki Kaurismäki auf Blu-ray gekauft, den wir zu siebt auf einer Großbildleinwand genießen durften. Ein herrlicher Abend. Da ich den Film noch nicht kannte und sehr unterschiedliche Urteile von Kollegen gehört hatte, war ich sehr gespannt auf den Film. Der ewige Nostalgiker Kaurismäki erzählt die berührende Geschichte eines glücklich verheirateten Schuhputzers (André Wilms), der auf ein Flüchtlingskind trifft und dessen Weiterreise nach London ermöglicht. “Le Havre” ist eine Ode an die Freundschaft und die Gemeinschaft: Es ist vielleicht nicht der beste Film des Finnen Kaurismäki aber bestimmt sein menschlichster. Hat mir gut gefallen.

Anstelle des obligatorischen “Tatorts” am Sonntagabend durften sich die Krimifans auf einen hervorragenden Polizeiruf 110 mit dem Titel “Die Gurkenkönigin” freuen. Warum freuen? Weil Ed Herzog (bekannt durch seine kitschigen Heike Makatsch Filme “Almost Heaven”, 2005; “Schwesterherz”, 2006) ein ausgezeichneter Krimi-Regisseur (“Der Fahnder”, “Tatort” – Herz aus Eis) mit Hang zu ausgefeilten Ideen ist und diesmal die wunderbare Sophie Rois die Rolle der Kriminalhauptkommissarin von Imogen Kogge übernahm. Zusammen mit dem immer wieder wunderbaren Horst Krause brilliert Sophie Rois an der Seite von Susanne Lothar, die eine vom Leben frustrierte Spreewald-Gurkenkönigin gibt in einem sehr grotesken, spleenigen und bewußt überzeichneten Krimi mit hohem Unterhalstungsfaktor. Traditionsbewusste Tatort-Fans dürften die Hände vor dem Kopf zusammengeschlagen haben, ich habe mich königlich amüsiert und kann diesen “anderen” Polizeiruf nur wärmstens empfehlen.

Mein Film der Woche ist aber:

 

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